Der Bauträgerkaufvertrag

Im Bauträgerkaufvertrag verpflichtet sich der Bauträger zur Übertragung eines Grundstücks und zur schlüsselfertigen Errichtung eines Wohngebäudes auf dem Grundstück. Das Kaufobjekt selbst kann daher vor Abschluß des Kaufvertrages nicht besichtigt werden. Gegenüber einem “normalen” Grundstückskaufvertrag ergeben sich einige Besonderheiten.

Eine wichtige Rolle spielen daher beim Bauträgervertrag neben den rechtlichen Regelungen die technischen Unterlagen. Dazu gehören zum einen die Baubeschreibung und zum anderen die Baupläne. Diese Unterlagen werden entweder als Anlage dem abzuschließenden notariellen Kaufvertrag beigefügt oder aber sie sind bereits zur Vorbereitung der späteren Kaufverträge in einer gesonderten notariellen Urkunde niedergelegt worden. In jedem Fall sollten Sie auch diese Unterlagen vor dem Vertragsschluß durchschauen.

Hinsichtlich der Fälligkeit des Kaufpreises sind die Regelungen der Makler- und Bauträgerverordnung zu beachten. Der Gesetzgeber schreibt zum Zwecke des Verbraucherschutzes vor, daß der Kaufpreis in einzelnen Raten nur entsprechend dem tatsächlichen Baufortschritt gezahlt werden muß, es sei denn, der Verkäufer stellt zum Schutz des Käufers eine Bürgschaft.

Der Bauträgerkaufvertrag enthält des weiteren u.a. Regelungen zu folgenden Fragen, die für Sie als Käufer wichtig sind:

  • Bis zu welchem Zeitpunkt muß der Bau fertiggestellt sein?
  • Welche Rechte stehen Ihnen zu, wenn nach der Fertigstellung Baumängel auftreten?

Hintergrund und Einzelheiten dieser Regelungen erläutert Ihnen Ihr Notar bei der Beurkundung.